Von der Planung, Budgetierung und Umsetzung einer Musikvideo-Produktion

October 15, 2019

Von der Planung, Budgetierung und Umsetzung einer hochwertigen und professionellen Musikvideo-Produktion

 

Mein Herz schlägt für die Musikvideoproduktion. In den vergangenen Jahren durfte ich diverse Musikvideos unterschiedlichster Musikgenres für großartige Künstler umsetzen. Besonders ehrt mich hierbei, dass es sich nicht nur um Künstler aus meinem Standort Berlin handelt, sondern auch einige Künstler eigens für die Musikvideoproduktion in Berlin einen sehr weiten Weg -teilweise aus aller Welt- auf sich genommen haben. Von den Genres Pop, Punk-Rock über Elektro bis hin zu HipHop und Black Metal war alles mit dabei. So individuell wie die Musik und die Künstler hinter der Musik sind, so individuell gestaltet sich auch die Planung und Umsetzung der Musikvideos. Eines haben allerdings alle Videos gemeinsam: Sie werden mit größter Sorgfalt und Professionalität geplant und umgesetzt. Diese Arbeit ist nicht nur wichtig für das Endprodukt, sie zahlt sich auch durch weltweite Anerkennung aus. Seit 2015 haben meine Musikvideos auf diversen Music Video Awards-Events und Filmfestivals in 9 Ländern 35 Awards gewonnen. Darunter auch den Award für das Beste Musikvideo International auf dem Cine Miami Fest.

 

  

Was kostet eine Musikvideo-Produktion?

 

Regelmäßig erhalte ich Anfragen von Bands, Labels und Solo-Künstlern, was die Produktion eines Musikvideos kostet. Wie auch bei allen anderen Genres in der Filmproduktion, lässt sich diese Frage auch in der Musikvideoproduktion nicht auf Anhieb konkret beantworten, da sehr viele Elemente in der Herstellung eines Musikvideos eine Rolle spielen. Denn Art, Umfang und viele weitere Faktoren bestimmen am Ende den Preis.

 

Also Vorsicht, wenn du irgendwo eine Preisanfrage stellst und dann einen Festpreis genannt bekommst, denn das ist bei einem seriösen Angebot unmöglich.

 

Grundsätzlich kann ich diesem Beitrag eines vorwegnehmen: Ein professionelles Musikvideo muss nicht zwangsläufig unbezahlbar sein. Dank der Digitalisierung lassen sich im Vergleich zur früheren analogen Filmerei deutlich preisgünstiger  hochwertige Musikvideos produzieren, so dass sich auch Newcomerbands und Solokünstler ein hochwertiges und professionelles Musikvideo leisten können. Das „hochwertig“ gilt natürlich nur, wenn man auch weiß, wie diese Technik optimal einzusetzen ist. Von der Planung, dem Dreh, bis hin zur Postproduktion. 

 

Ich möchte dir im Folgenden nur einige Möglichkeiten erläutern und was es mit den verschiedenen Produktionen auf sich hat.

 

 

Woraus setzen sich die Kosten für ein Musikvideo zusammen?

 

Bei einer professionellen Musikvideoproduktion gibt es viele unterschiedliche Faktoren, welche sich deutlich auf den Preis auswirken. Fangen wir als Beispiel mal mit dem Inhalt des Musikvideos an. Der Kostenfaktor eines Musikvideos hängt zum großen Teil schon mit der Idee und dem Script zusammen. Habe ich eine komplexe Story mit mehreren Darstellern, diversen Locations und dicken Autos, dann geht das automatisch schnell ins Geld, wenn es denn auch professionell aussehen soll. Dann benötigen wir bei mehreren Darstellern mehr als einen Makeup-Artisten, bei der detailreichen Ausstattung darf es dann auch nicht fehlen und ein anständiges Catering wird dann natürlich auch erwartet. Dann braucht man je nach Location natürlich noch Licht, viel Licht. So viel Licht, dass man einen eigenen Licht-LKW benötigt um die Ausstattung von Location A zur Location B zu bringen, dazu benötigt man noch einen Beleuchter und einen Oberbeleuchter. Nicht zu vergessen das ganze Kamera-Equipment plus einen Kamera-Assistenten und der Dolly (Kamerawagen auf Rädern oder Schienen). Naja, und der Kamera-Kran bewegt sich auch nicht von selbst. Und so weiter und so weiter. Ihr seht, selbst wenn ihr kostenlos an (große) Locations, Darsteller, Autos, Helis und Flugzeuge kommen solltet, kann dies einen finanziellen Rattenschwanz zur Folge haben.

 

Verstehe mich an dieser Stelle nicht falsch, all diese Ausgaben sind absolut gerechtfertigt, ich selbst habe des Öfteren schon für Major-Labels produziert und weiß, was das alles kostet. Natürlich ist es angenehm und auch toll, auf ein bisschen mehr Equipment zurückgreifen zu können und ein richtig dickes Video zu produzieren. Doch auch wenn bei dir die Kohle nicht ganz so locker sitzt, kannst du ein hochwertiges Musikvideo von einem Profi produzieren lassen, auf das du am Ende stolz sein kannst und an dem Du Dich sehr lange erfreuen wirst. 

 

 

Ein Musikvideo mit weniger Budget produzieren lassen - so geht's!

 

Kommen wir zurück zur Idee und zum Script: Ich erwähnte, dass komplexe Storys auch oftmals einen finanziellen Rattenschwanz nach sich ziehen können. Was diesen Punkt angeht, können wir schon mal ganz gut gegensteuern. Warum sollten wir eine komplexe Story in einem Musikvideo benötigen? Wenn man mit einer Geschichte unterhalten werden möchte, dann kann man auch Spielfilme schauen, ein Buch lesen oder ein Hörspiel hören. Musikvideos müssen kurzweilig sein, unterhalten und fett aussehen. Man soll (wie damals noch beim Musikfernsehen) jederzeit reinzappen können, direkt bei der Sache sein und wissen, worum es geht und sich insbesondere gut unterhalten fühlen. Die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer ist heutzutage sehr begrenzt. Wir können von dem Zuschauer nicht erwarten, dass er sich Dein Musikvideo beim ersten Mal aufmerksam von vorne bis hinten anschaut und dann noch die ganze Zeit konzentriert bei der Sache ist.  Das Musikvideo muss den Zuschauer sofort ins Gesicht springen und im Gedächtnis bleiben. Musikvideos sind die Visualisierung von Musik und deren Lebensgefühl; sie transportieren die jeweilige Stimmung des Songs. Nicht mehr und nicht weniger. Ich stelle auch nicht das Radio morgens im Badezimmer an und sage mir: „also den Song muss ich jetzt nochmal von vorne hören, da habe ich jetzt nicht so ganz verstanden, um was es geht.“ Es geht um Emotionen und Gefühle und zu allererst: um Unterhaltung. Befreie dich also von dem Gedanken, die Story eines Songs 1:1 visuell umsetzen zu wollen. Hier gibt es viele andere Möglichkeiten, die Idee des Songs in einem übertragenen Sinne visuell darzustellen.

 

Ein Beispiel: Vor einiger Zeit produzierte ich ein Musikvideo für eine Berliner Elektroband. In dem Song geht es um die gesellschaftliche Ausgrenzung eines jungen Mannes. Er erfährt Ausgrenzung an jeder Ecke und selbst in den engsten familiären kreisen. Ein sehr ernstes und aktuelles Thema also. Nun könnte man natürlich den Songtext 1:1 visuell umsetzen. Der Mann geht von A nach B, der Mann trifft Person XY, der Mann geht in eine Bar usw. Diese Art der Umsetzung würde die Sache zum einen ungemein verkomplizieren, teuer machen und vor allem eines: Es wäre total langweilig. In diesem besagten Video habe ich mich für eine Bildsprache entschieden, die sich konstant durch das ganze Video zieht. Worum geht es in dem Song? Die Person wird in der Gesellschaft nicht akzeptiert und schwimmt gegen den Strom. So kam mir die Idee: In dem Video hat sich der Protagonist während der Dreharbeiten komplett rückwärts bewegt. Er lieft rückwärts durch die Straßen Berlins. Auch die Strophe wurde lippensynchron mit dem rückwärts laufenden Playback im Studio  performt (natürlich musste hier der Protagonist einige Zeit für üben). Im Schnitt wurde dann die Geschwindigkeit wieder umgedreht und somit in den Normalzustand gebracht. So hat es im fertigen Video den Anschein, dass der Darsteller vorwärts läuft und die ganze Welt sich um ihn herum sich rückwärts bewegt: Passanten laufen rückwärts an ihm vorbei, Autos und Fahrräder sind im Hintergrund zu sehen, wie sie sich rückwärts fortbewegen. Selbst die Vögel im Himmel fliegen rückwärts. Das zieht sich so durch das ganze Video, der Zuschauer weiß sofort Bescheid und die Message des Songs, ausgegrenzt zu sein und gegen den Strom zu schwimmen, wurde spannend umgesetzt. 

 

 

Produktionsplanung und Postproduktion

 

Weitere wesentliche und oft unterschätzte Faktoren in der Kostengestaltung eines Musikvideos sind natürlich die Produktionsplanung (Konzepterstellung, Casting, Location-Scouting, Drehpläne und Dispos erstellen) und die Postproduktion. Die Produktionsplanung ist in der Kalkulation ein Posten, der meistens entweder unterschätzt oder vom Kunden zunächst überhaupt nicht bedacht wird. Viele (Kamera-) Einstellungen und Szenen wirken sowohl in Musikvideos als auch in Spielfilmen als sehr spontan gedreht. Sogar ganze Filme wirken manchmal so wie spontan "aus dem Handgelenk geschossen". Hinter diesen Einstellungen steckt eine lange akribische Planung und Vorbereitungszeit. Jede einzelne Einstellung wird auf dem Papier geplant und vorbereitet. Aus allen zu drehenden Einstellungen wird dann ein Drehplan mit Zeitangaben für den eigentlichen Drehtag erstellt. Dieser Drehplan (auch Disposition oder kurz "Dispo" genannt) beinhaltet unter anderem alle Drehzeiten, Umbauphasen, die Zeit für den Technikaufbau, Maskenzeiten, Pausen und wie viel Zeit für die eigentliche Szene eingeplant ist. Somit wird am Drehtag nichts dem Zufall überlassen und man kann sich sicher sein, dass man am Ende des Drehtages alles im Kasten hat.

 

Dann ist da noch die Postproduktion. Unabhängig des vorhandenen Budgets zählen die Produktionsplanung und die Postproduktion zu den zeit- und somit kostenintensivsten und auch zu den meist unterschätzten Positionen einer Filmproduktion. Warum unterschätzt? Weil der Kunde in der Regel mit diesen Positionen nicht in Berührung kommt und von der Arbeit "hinter den Kulissen" nicht viel bis gar nichts mitbekommt. In der Postproduktion müssen unzählige Entscheidungen getroffen werden, dort beginnt die eigentliche Arbeit.

 

 

Es wird sehr oft angenommen, dass der eigentliche Drehtag die Hauptarbeit einer Filmproduktion ist und dann "nur noch" geschnitten werden muss.

 

An dieser Stelle möchte ich einen kulinarischen Vergleich aufstellen:

 

- Das Rezept wird in der Produktionsplanung entwickelt.

 

- Die am Drehtag entstandenen Aufnahmen sind die benötigten, hochwertigen und sorgfältig ausgewählten Zutaten.

 

- Gekocht, abgeschmeckt und angerichtet wird dann in der Postproduktion. 

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Equipment. 

 

Viele Filmproduktionsfirmen greifen auch bei kleineren Produktionen auf diverse Film-Equipmentverleiher zurück. Hier wird meist jedes Kabel einzeln berechnet. Dies ist durchaus normal und absoluter Standard, da je nach Größe der Produktion das Equipment immer wieder neu zusammengestellt wird. 

 

Ich verfüge über eine Komplett-Ausstattung bis mittelgroße Produktionen: Kamera- und viel Lichttechnik, Grip, DSLR- Schienensystem und allerlei weitere Gerätschaften. Auch die Ausstattung für die Postproduktion ist im eigenen Schnittplatz mit modernster Technik vorhanden. Dein Vorteil: Ich kann so einen sehr niedrigen Pauschalsatz für das vorhandene Equipment anbieten.

 

Nun habe ich sehr viel über Kosten gesprochen und vielleicht bist Du nun irritiert oder sogar verunsichert ob Du Dein Vorhaben, ein Musikvideo produzieren zu lassen, noch umsetzen kannst. Aber keine Sorge, meine Erläuterungen zu den verschiedenen Kostenpunkten sollen nur veranschaulichen, warum Du vorsichtig sein solltest, wenn Du nach Deiner Anfrage einen günstigen Festpreis genannt bekommst ohne dass Ihr genau darüber gesprochen habt, um was es im Video genau geht. Das kann einfach nicht stimmen. Hier wäre also Vorsicht geboten.

 

Schließlich erwartest Du ein professionelles und auf Dich zugeschnittenes Musikvideo, hinter dem Du zu 100% stehst und an dem Du Dich und Deine Fans lange Zeit erfreuen können.

 

Du möchtest gerne ein Musikvideo produzieren lassen, hast schon eine Idee oder vielleicht noch überhaupt keine Ahnung, wie das Video aussehen soll? Schreib mir eine E-Mail oder ruf mich einfach an (Festnetz: 030-83217191 oder Mobil: 0175-5261089). Am Telefon kann ich Dir gerne mehr zu den Kosten sagen.

 

Du wirst überrascht sein, ab welchem Budget hochwertig produzierte Musikvideos bereits möglich sind. 

 

 

Wie groß ist das Filmteam?

 

Die Größe des Teams hängt ganz von der jeweiligen Produktion ab und was bzw. wer genau benötigt wird. 

 

Die meisten Musikvideos kann ich mit einem übersichtlichen Team von 2-4 Personen realisieren.

Ich selbst begleite die Produktion von der Vorproduktion bis hin zum fertigen Schnitt, d.h. ich erarbeite unter Rücksprache mit dem Kunden das Konzept, stehe hinter der Kamera und führe auch Regie und schneide auch. In der Regel besteht das Team aus einem regieführenden Kameraman (also mir), einem Regieassistenten, einem Kameraassistenten und einem Setassistenten. Ob ein Hair- & MakeUp-Artist benötigt wird, wird individuell im Vorfeld mit Dir besprochen. Oftmals ist dies nicht erforderlich, doch für einige Produktionen unabdinglich. Meine Kolleginnen und Kollegen sind allesamt Profis mit jahrelanger Erfahrung aus dem TV- und Kinobereich und somit bilden wir ein professionelles, hoch motiviertes und eingespieltes Team.

 

Wie ist der erste Schritt für mein Musikvideo? Wer liefert die Idee?

 

In einem ersten Telefonat besprechen wir die ersten Details. Für mich ganz wichtig zu erfahren ist zuallererst das Budget. Denn nur wenn ich weiß, wie groß oder klein das vorhandene Budget ist, kann ich Konzeptvorschläge erarbeiten, welche diesem gerecht werden. Das heißt aber nicht, dass das Budget komplett ausgereizt werden muss. Es geht ausschließlich darum, die verschiedenen Möglichkeiten anhand des Budgets in Betracht zu ziehen bzw. außen vor zu lassen.

 

Meine Devise lautet: Egal, ob mit mehr oder weniger Budget produziert wird: Das Video muss am Ende fett aussehen. 

 

 

Im nächsten Schritt ist es für mich wichtig zu erfahren, ob Ihr bereits konkrete Vorstellungen und Ideen habt. Dann geht es auch schon an die Konzepterstellung.​ Zu der Konzepterstellung gehört bei mir auch ein sogenanntes "Moodboard" (also Stimmungsbilder). D.h. ich fertige zu den jeweiligen Einstellungen eine Kollektion von Fotos an, welche entweder dem geplanten Look oder der Handlung bzw. Kameraeinstellungen entsprechen, so dass ihr Euch meine Ideen genauer Vorstellen könnt, bzw. auch weitere Vorschläge und Ideen mit einbringen könnt.

 

Aufgrund der Handlung, der verschiedenen Szenen und Einstellungen wird dann die Teamgröße und das erforderliche Equipment festgelegt.

 

Aus den zu drehenden Einstellungen wird dann eine Shotlist erstellt. Anhand der Shotlist wird dann der Drehplan (Dispo) für den Drehtag erstellt und die Reihenfolge der abzudrehenden Einstellungen festgelegt. Die Dispo ist quasi der allgemeine "Fahrplan" für alle Beteiligten (Artist, Crew & ggf. Cast) auf dem auch jegliche Zeiten (Maske, Technikumbau, Stellprobe oder Umzug zur nächsten Location) vermerkt sind.

 

Du möchtest gerne ein Musikvideo produzieren lassen, hast schon eine Idee oder vielleicht noch überhaupt keine Ahnung, wie das Video aussehen soll? Schreib mir eine E-Mail oder ruf mich einfach an (Festnetz: 030-83217191 oder Mobil: 0175-5261089). Am Telefon kann ich Dir gerne mehr zu den Kosten sagen.

 

Du wirst überrascht sein, ab welchem Budgethochwertig produzierte Musikvideos bereits möglich sind.

 

Ich freue mich auf Deinen Anruf!

Inspirierende Beispiele findest Du in meinem Musikvideo-Showreel 2019. Viel Spaß beim Anschauen! Weitere Produktionen aus meiner Schmiede findet Ihr auf meiner Website im Showroom.

 

 

MUSIKVIDEO SHOWREEL 2019 TOBY WULFF

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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